Ende der Komödie
Elf Uhr, und der Vorhang fällt.
Der kalte Wind zerreißt die Strähnen der Illusion;
Die zarte Musik geht unter
Im Lärm der nach Hause strömenden Menschenmenge
Und einer Mitternachtszeitung.
Die Nacht ist martialisch geworden;
Sie begegnet uns mit Schlägen und Unheil.
Selbst die Sterne sind zu Granatsplittern geworden,
Fixiert in stillen Explosionen.
Und hier vor unserer Tür
Liegt das Mondlicht
Wie ein gezücktes Schwert.
– Louis Untermeyer (1885-1977)
Aus dem Englischen von Johannes Beilharz (© 2026). Das Original dieses Gedichts (End of the Comedy) wurde 1919 in der amerikanischen Zeitschrift Poetry (Band XV, Nr. 11) veröffentlicht – siehe Abbildung der Umschlagseite oben.




